Alternativ-Pflichtstück des Sterischen Blasmusikverbandes für
1999/2000Stufe E
TRILOGIE für symphonisches Blasorchester von Andreas
ÜBLEIS / KK-Verlag Krieglach
Trilogie (Noten59902) 87.-- EUR
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Trilogie für Symphonisches Blasorchester
Die Komposition entsand im Oktober 1989 in Leoben/Göss, nach der Rückkehr von einem
zweimonatlichen Aufenthalt in Vorarlberg. Der erste Satz wurde am 16.10.1989 als
Partitur fertiggestellt,
Satz 2 und 3 blieben als detaillierte Skizze vorerst unvollendet. Inspiriert wurde das
Werk durch die guten Kontakte zur Musikgesellschaft Dornbirn-Hatlerdorf, einer
langjährigen
Partnerkapelle meines OÖ Heimatvereins, der Martmusikkapelle Lambach/Edt. Vom
damaligen
Dornbirner Kapellmeister kam die Anregung, ein programmatisches Werk für ein
symphonisches
Blasorchester auf höchststufen-Niveau zu schreiben.
Das vorliegende Werk beschreibt die Phasen der Übersiedlung und des Einlebens in eine
neue
Umgebung, sei diese nun privater, beruflicher oder nicht zuletzt auch musikalischer
Natur. Dies
bezieht sich auf die persönlichen Erlebnisse bei der Integration in ein neues Umfeld,
die 1983 mit
dem Umzug von Oberösterreich in die Steiermark begannen. 1990 folgte die Übersiedlung
nach
Vorarlberg, und 1994, im Jahr der Überarbeitung und Fertigstellung der Komposition,
zeichnete
sich bereits ein noch weitergehender Schritt, die Übersiedlung nach England ab.
1)"Hektischer Beginn"
Der erste Satz zeichnet ein Bild der Turbulenzen beim Umzug. Alles ist permanent im
Fluß,
schnelle Akkordwechsel und scharf akzentuierte Rhythmen erlauben keine
"Ruhepause". Nach
einem kurzen, einleitenden Blech-Chor geben die Pauken und tiefen Instrumente einen
hämmernden Rhythmus vor, der dann synkopiert weitergeführt wird. Im ersten, in
Bb-Moll
gehaltenen Teil ist der Unterton der Trauer des Abschiedes vernehmbar. Es vermag sich
kein
Thema durchsetzen, die melodischen Fragmente wechseln schnell ab. Aus einer kurzen
Überleitung in den zweiten Teil erwächst ein 4-taktiges Motiv, das sich in
Variationen bis zum
Schluß durchzieht. Dieser Teil in Bb-Dur ist heller und strahlender und symbolisiert
die hereinstürmenden neuen Eindrücke. Er bleibt aber sowohl im Rhythmus als auch im
Wechselspiel
der Instrumente gleich unstetig, um schließlich mit kurzen Akkordschlägen zu enden.
2)"Beruhigung"
Nach den überstandenen Anfangswirren ist es nun Zeit, sich zurückzulehnen. Dieser
Satz beginnt
ganz ruhig im Pianissimo, ein kurzes Saxophonsolo leitet eine dynamische Steigerung
ein, die vom
hohen Blech weitergeführt wird. Ein Tutti-Fortissimo schreckt nochmals auf, doch dann
kehrt
schlagartig Ruhe ein. Die enspannte Stimmung wird durch eine von Flöten, Oboen und
Flügelhörnern vorgetragene Melodie dargestellt, welche sich in Variationen im ganzen
Verlauf des
Satzes wiederfindet. Gegen das Ende hin wird es rhythmisch zunehmend markanter, und
auch der stark akzentuierte Schluß deutet an, daß hier doch noch etwas anderes folgen
muß.
3) "Beschwingter Ausklang"
Mit frischem Schwung geht es nun an neue Herausforderungen heran. Ständig findet man
Neues
gibt es überraschende Wendungen. Im dritten Satz entwickeln sich dazu über einem
schnellen,
rockigen Grundgerüst verschiedene melodische und rhythmische Motive. Allen gemeinsam
ist die
Auflösung in eine helle Dur-Harmonik. Kurz und heftig, mit geradezu überschäumendem
Temperament, findet das Stück somit seinen positiven Abschluß.
Andreas ÜBLEIS
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